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Mercedes SLS AMG C197

Bild von RUD66
Mercedes-Benz SLS AMG (interne Bezeichnung: C197) ist ein Gran-Turismo-Coupé mit Flügeltüren. Der Supersportwagen von Mercedes-Benz wurde im September 2009 auf der IAA erstmals präsentiert und kam am 27. März 2010 in den Handel. Die Bezeichnung SLS ist die Kurzform für „Sport Leicht Super“. Mercedes-Informationen zufolge soll das Modell um eine Kleinserie mit emissionsfreiem Elektroantrieb ergänzt werden.
Das Fahrzeug ist der erste Mercedes-Sportwagen mit Flügeltüren seit dem legendären Mercedes-Benz 300 SLR Coupé (Uhlenhaut-Coupé) bzw. dem 300 SL, der von 1954 bis 1957 von Mercedes gebaut wurde und den Ruf von Mercedes entscheidend prägte.
Es handelt sich um das erste von AMG eigenständig entwickelte Fahrzeug. Jeder Motor wird von einem einzelnen Arbeiter im AMG-Werk in Affalterbach, nahe Ludwigsburg, von Hand zusammengesetzt. Die Montage des Fahrzeugs erfolgt im Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen. In der Formel 1 wird der SLS AMG als Safety Car genutzt.
Der Karosserierohbau ist als Spaceframe aus Aluminium ausgeführt und wiegt nur 241 Kilogramm, die Außenhaut des Fahrzeugs besteht ebenfalls aus Aluminium. Die auffallendsten Merkmale sind die beiden Flügeltüren, die jeweils nur 18 kg wiegen, und ein extremer Leichtbau. Die Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse steht im sportwagentypischen Verhältnis von 47 zu 53 Prozent. Als Entwicklungspartner bekam der österreichische Autozulieferer Magna Steyr den Auftrag die Karosserie zu produzieren und liefert sie ebenso wie Flügeltüren und Klappen fertig lackiert (mit Ausnahme einiger Sonderfarben) an AMG.[3]
Die Innenraumgestaltung des SLS AMG nimmt Elemente aus der Gestaltung von Flugzeug-Cockpits auf: zentral angeordnete Instrumente in Piloten-Optik, eine zum Fahrer geneigte Mittelkonsole als zentrale Bedieneinheit mit flugzeugtypischen Bedienelementen (der Schaltknüppel ähnelt dem Schubhebel eines Jets) und vier an Strahltriebwerke erinnernde Lüftungselemente. Der Motor mit der AMG-internen Bezeichnung M159 ist ein als Frontmittelmotor eingebauter Achtzylinder-Saugmotor mit Trockensumpfschmierung und 6208 cm3 Hubraum. Durch eine Trockensumpfschmierung wird eine besonders tiefe Einbaulage des Motors erreicht. Als Besonderheit gibt es einen neu entwickelten Ansaugtrakt. Die Motorleistung beträgt 420 kW (571 PS) bei 6800 Umdrehungen. Der Motor entwickelt ein Drehmoment von 650 Newtonmetern und wiegt 206 Kilogramm.
In Transaxle-Bauweise findet sich ein direkt an der Hinterachse montiertes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Dieses wird zunächst exklusiv im SLS eingebaut, später aber wohl auch in anderen AMG- und Mercedes-Modellen eingesetzt werden. Motor und Getriebe sind über ein sogenanntes Torque Tube – ein einteiliges Rohr, in dem die 1,7 Meter lange, nur 4 kg schwere Antriebswelle aus Carbon rotiert – starr miteinander verbunden. Eine mechanische Differentialsperre ist serienmäßig. Für die Getriebeabstimmung stehen vier verschiedene Fahrprogramme von „komfortabel“ bis „sportlich“ zur Verfügung. Eine sogenannte Race-Start-Funktion ermöglicht Starts mit optimalem Schlupf an der Hinterachse. wikipedia